Berufsunfähig: Wann ist man das? Und wann zahlt die Berufsunfähigkeitsversicherung?

Berufsunfaehig - Wann ist man das - kleinEs ist ein Alptraum für jeden Berufstätigen: Ein plötzlicher Unfall oder eine Krankheit schränken einen so sehr ein, dass man den Beruf nicht mehr ausüben kann. Für diese Berufsunfähigkeit bieten viele Versicherungen vorbeugende Maßnahmen an, die sich durchaus lohnen. Vor und im Ernstfall sind jedoch einige Aspekte zur Berufsunfähigkeitsversicherung (BUV) wissenswert.

Erwerbs- oder Berufsunfähig?

Die monatlichen Leistungen einer BUV sollen Betroffenen ermöglichen, ihren Lebensstandard aufrecht zu erhalten, selbst wenn sie ihren Beruf nicht mehr weiter ausüben können. Zu beachten ist hier der Unterschied zur Erwerbsunfähigkeit, die dann eintritt, wenn sie auch keine andere berufliche Tätigkeit mehr ausüben können. Diese steht im Fokus der gesetzlichen Erwerbsminderungsrente. Berufsunfähig bedeutet im Sinne der privaten Versicherungen, dass eine Krankheit oder ein Unfall Sie so sehr behindert, dass Sie ihrer zuletzt ausgeübten Tätigkeit nicht mehr nachgehen können. Wichtig für den Nachweis der Berufsunfähigkeit ist eine Prognose eines Gutachters, zumeist eines Arztes. Je nach Vertragsabschluss kann auch die Versicherung einen solchen Experten bestimmen. Es muss beurteilt werden, ob die Arbeit wahrscheinlich andauernd oder zunächst für sechs Monate aus gesundheitlichen Gründen unterbrochen werden muss. Ist dies der Fall, kann die Versicherung geltend gemacht werden.

Gründe für Berufsunfähigkeit

Der Grund für die Berufsunfähigkeit kann eine geistige oder eine körperliche Krankheit sein. Wie sich vielleicht vermuten ließe, sind in der Praxis nicht Arbeitsunfälle die hauptsächlichen Gründe für Berufsunfähigkeit. Dies trifft meist nur auf bestimmte Risikogruppen zu, die auch täglich schwere körperliche Arbeit leisten. Statistisch gesehen gehören psychische Leiden zu den Hauptgründen. Steigender Stress im Berufsleben durch zunehmenden Leistungsdruck steht oft dahinter. Weitere Hauptursachen für Berufsunfähigkeit sind Krankheiten an Skelett oder Muskeln, häufig am Rücken. Dies trifft besonders Menschen, die viel Zeit am Schreibtisch verbringen.

Die monatlichen Erträge

Entscheidend für die monatlichen Leistungen, die im Ernstfall gezahlt werden, sind die Konditionen bei Vertragsabschluss. Der Versicherte entscheidet, wie hoch seine monatliche Rente sein soll und legt seine Versicherungsbeiträge im individuellen Vertrag fest. Im Falle einer Auszahlung muss der Versicherte einen Teil seiner Erträge zudem versteuern. Wie hoch der steuerpflichtige Anteil ist, hängt vom persönlichen Steuersatz des Versicherten ab, sowie von der Laufzeit der BUV.

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