Berufsunfähigkeitsversicherung: Die häufigsten Fehler beim Abschluss

Berufsunfaehigkeitsversicherung: Die haeufigsten Fehler beim AbschlussVersicherungsverträge sind für Kunden oft ein bürokratisches Wirrwarr. Beim Thema Berufsunfähigkeit gilt: Rechtzeitig informieren und das Risiko nicht unterschätzen. Ein Überblick über die häufigsten Fehler beim Abschließen einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU Versicherung).

Den richtigen Zeitpunkt verpassen

Schließen Sie die Versicherung im besten Fall bereits als Schüler ab. Diese werden in der Regel in die Berufsgruppe 2 eingestuft. Die Berufsgruppe 2 umfasst Personen mit einem kaufmännischen und administrativen Beruf. Grundsätzlich gilt damit: je jünger und gesünder Sie bei Vertragsabschluss sind, desto bessere Konditionen erhalten Sie. Mit höherem Alter steigt nicht nur das Risiko von Erkrankungen, auch der Vertragsabschluss kann teurer werden. Selbst bei vollkommen gesunden Personen können die Beiträge innerhalb von zehn Jahren um bis zu 40 Prozent teurer sein. Erkrankungen können den Abschluss eines Vertrages behindern oder im schlimmsten Fall ausschließen. Lohnen kann sich eine BU Versicherung also bereits ab dem Zeitpunkt der beruflichen Ausbildung. Das kann für eine kauf-oder handwerkliche Ausbildung ebenso gelten, wie für die Zeit des Studiums.

Laufzeit und Prämien zu knapp kalkulieren

Wer eine BU Versicherung abschließt, sollte das Ende seines Erwerbslebens einschätzen und den Vertrag auch bis dahin laufen lassen. Eine kürzere Laufzeit ist nur für Versicherungsnehmer sinnvoll, die ganz sicher sind, ihren Lebensunterhalt aus anderen Quellen bestreiten zu können. Auch sollte der persönliche monatliche Bedarf im Ernstfall ausreichend eingeschätzt werden. Welche monatlichen Ausgaben werden Sie, auch wenn Sie berufsunfähig sind, haben? Die Sozialleistungen von Seiten des Staates reichen meist nicht aus, um diese zu decken.

Das Risiko unterschätzen

Statistisch gesehen ist es nicht unwahrscheinlich, dass Berufstätige im Laufe ihres Arbeitslebens berufsunfähig werden. Etwa jeder vierte Berufstätige in Deutschland sieht sich mit der Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit konfrontiert. Zu den Risikogruppen gehören entsprechend Arbeitnehmer, die körperlich tätig sind, wie etwa Handwerker. Von ihnen wird oft ein höherer Versicherungsbeitrag verlangt. Entsprechend weniger Prämien müssen Arbeitnehmer zahlen, die zu den Gruppen mit niedrigem Risiko zählen, oft Akademiker. Trotzdem: Für beide Gruppen lohnt sich eine Versicherung.