Berufsunfähigkeitsversicherung für Arbeitnehmer unverzichtbar?

Berufsunfähigkeitsversicherung für Arbeitnehmer unverzichtbarDie gesetzliche Rentenversicherung sieht für Mitglieder, die nach 1960 geboren sind, keinen Berufsunfähigkeitsschutz mehr vor. Können Sie also aus gesundheitlichen Gründen oder aufgrund einer Unfallverletzung Ihren derzeitigen Beruf nicht mehr ausüben, wird die gesetzliche Rentenversicherung von ihrem Recht der abstrakten Verweisung Gebrauch machen. Das bedeutet: Sie müssen Ihren Lebensunterhalt zukünftig in einem anderen Beruf verdienen, und zwar auch zu einem deutlich niedrigeren Einkommen. Erst, wenn Sie teilweise oder vollständig erwerbsunfähig sind, erhalten Sie Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Deshalb drohen speziell Ihnen als Arbeitnehmer im Fall von Berufsunfähigkeit ohne die vorbeugende Maßnahme einer Berufsunfähigkeitsversicherung finanzielle Schwierigkeiten.

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Trotz einer vergleichbaren Absicherung unterscheiden sich die Angebote der verschiedenen Versicherer zum Teil deutlich. Abgesehen von Unterschieden in den Versicherungsbedingungen kann die Höhe der Monatsbeiträge bei vergleichbaren Leistungen stark variieren. Auch bezüglich der Anerkennung von Erkrankungen können die Vertragsbedingungen voneinander abweichen. Sie sollten daher vor dem Vertragsabschluss die Angebote verschiedener Versicherer miteinander vergleichen.

Dabei gilt es auch, die Varianten verschiedener BU-Versicherungen zu berücksichtigen. Neben der separaten Berufsunfähigkeitsversicherung besteht die Möglichkeit, eine Berufsunfähigkeitszusatzversicherung abzuschließen. Wenn Sie ohnehin beabsichtigen, eine Lebensversicherung abzuschließen, kann diese Kombination sinnvoll sein, aber sie ist in der Regel auch mit höheren Kosten verbunden.

Was ist beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung zu beachten?

Beim Vertragsabschluss für eine BU Versicherung ist es wichtig, einige Kriterien unbedingt zu berücksichtigen. Die monatliche Berufsunfähigkeitsrente sollte mindestens 70 Prozent des monatlichen Nettoeinkommens betragen. Um die mögliche Inflationsrate bis zum Renteneintritt auszugleichen, ist eine dynamische Beitrags- und Leistungsentwicklung sinnvoll. In den Versicherungsbedingungen darf keine abstrakte Verweisung enthalten sein. In diesem Fall könnte auch der private Versicherer Sie auf eine andere berufliche Tätigkeit verweisen und damit die Leistung verweigern. Idealerweise zahlt der Versicherer bereits dann eine volle Berufsunfähigkeitsrente, wenn Sie nur zu 50 Prozent berufsunfähig sind. Achten Sie außerdem darauf, dass die Versicherung auch wirksam bleibt, wenn Sie sich vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt selbstständig machen möchten. Der sogenannte Prognosezeitraum sollte nicht länger als sechs Monate sein. Das bedeutet: Ein Arzt muss eine Berufsunfähigkeit höchstens für sechs Monate prognostizieren, um die Zahlungspflichtigkeit des Versicherers einzuleiten.