BU für Beamte: die Dienstunfähigkeitsversicherung

beamterPolizeibeamte, Soldaten, verbeamtete Mitarbeiter der Feuerwehren, Lehrer oder die vielen Beamten in den öffentlichen Verwaltungen arbeiten nicht in einem herkömmlichen Beschäftigungsverhältnis, sondern in einem staatlichen Dienst- und Treueverhältnis. Dieser besondere Status der Beamten wird oft beneidet, ist aber auch mit Nachteilen verbunden. Aufgrund ihres Status bleiben den Beamten einige Arbeitnehmerrechte verwehrt, zum Beispiel das Streikrecht oder die Möglichkeit, über ihr Einkommen frei zu verhandeln. Beamte sind zudem nicht Mitglieder der gesetzlichen Kranken- und Rentenversicherung, sondern pensions- und beihilfeberechtigt mit all den Kürzungen, die der Gesetzgeber in den letzten Jahren auf diesem Gebiet vorgenommen hat. Die Kosten für Pensions- und Beihilfeleistungen bestreiten staatliche Einrichtungen aus der Differenz zwischen den niedrigen Bruttobezügen der Beamten und vergleichbaren Bruttogehältern von Arbeitnehmern.

Dienstunfähigkeit führt nicht zwangsläufig zur Berufsunfähigkeit

Wenn Sie als Beamte Ihren Dienst aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr leisten können oder Ihr Dienstherr dieser Auffassung ist, entscheidet ein Amtsarzt über Ihre Dienstfähigkeit. Kommt er zu der Entscheidung, dass Sie dienstunfähig sind, müssen Sie unter Umständen hohe Einkommensverluste in Kauf nehmen, denn die Höhe der Pension ist abhängig von Ihrer Dienstzeit und Ihrer Besoldung. Im schlimmsten Fall beträgt Ihre Pension bei Dienstunfähigkeit gerade einmal 35 Prozent Ihres letzten Einkommens. Eine zusätzliche private Absicherung ist daher für Beamte unerlässlich, um den gewohnten Lebensstandard aufrecht zu erhalten. Dienstunfähigkeit ist nicht in jedem Fall mit Berufsunfähigkeit gleichzusetzen. Wenn der Amtsarzt der Auffassung ist, dass Ihre gesundheitliche Situation dazu führt, dass Sie Ihr bisheriges öffentliches Amt nicht mehr bekleiden können, besteht dennoch die Möglichkeit, eine vergleichbare Tätigkeit für einen privaten Arbeitgeber zu verrichten. Dabei bleiben die realen Chancen am Arbeitsmarkt unberücksichtigt.

Dienstunfähigkeitsversicherung schützt Beamte vor Einkommensverlusten

Der Schutz einer Dienstunfähigkeitsversicherung geht über den einer Berufsunfähigkeitsversicherung hinaus. Dienstunfähigkeitsversicherungen erbringen die vereinbarten Leistungen, sobald ein Amtsarzt Ihnen dauerhafte Dienstunfähigkeit bescheinigt. Als spezieller Berufsunfähigkeitsschutz für Beamte leistet die Dienstunfähigkeitsversicherung eine monatliche DU-Rente in der vertraglich vereinbarten Höhe. Abhängig von Ihrem Status sollten Sie sich für eine Dienstunfähigkeitsversicherung entscheiden, die auch Leistungen für Beamte auf Probe und auf Widerruf anbietet. Mit einer Nachversicherungsgarantie haben Sie die Möglichkeit, die Versicherung später Ihren persönlichen Bedürfnissen anzupassen. Eine Dienstunfähigkeitsversicherung sollte auch bei begrenzter Dienstunfähigkeit Leistungen erbringen.

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