Erst die Risikolebensversicherung, dann die BU: Doppelte Absicherung für Selbstständige

SelbstständigeWenn Sie Ihren Beruf selbstständig oder freiberuflich ausüben, sind Sie für die Absicherung von Risiken selbst verantwortlich. Da Sie nicht Mitglied der gesetzlichen Rentenversicherung sind, erhalten Sie im Fall der Berufsunfähigkeit keine Erwerbsminderungsrente. Berufsunfähigkeit kann jedoch auch Selbstständige und Freiberufler treffen. Ein Unfall oder eine schwere Erkrankung kann Ihre Leistungsfähigkeit so gravierend einschränken, dass Sie nicht einmal mehr einfache Hilfstätigkeiten in Ihrem Unternehmen erledigen können. Als Folge erleiden Sie Einkommenseinbußen bis zum vollständigen Einkommensverlust. Freiberufler und Handwerker mit kleinen Betrieben trifft eine solche Situation besonders hart. Eine doppelte Absicherung im Laufe des Berufslebens schafft hier sichere Abhilfe.

Risikolebensversicherung schützt Hinterbliebene und Geschäftspartner

Wenn Sie freiberuflich oder selbstständig tätig sind, benötigen Sie natürlich in erster Linie eine Absicherung für den Todesfall. Denn: Eine Hinterbliebenenrente, wie sie in der gesetzlichen Rentenversicherung geregelt ist, besteht für Selbstständige nicht. Erbfälle führen zudem nicht selten dazu, dass Unternehmen geschlossen werden müssen, weil ihnen das Kapital entzogen wird. Eine vorzugsweise in jungen Berufsjahren abgeschlossene Risikolebensversicherung sorgt für beide Fälle vor. Sie entscheiden bei Vertragsabschluss, wer nach Ihrem Tod die Versicherungssumme erhalten soll. Begünstigen Sie also Ihre Hinterbliebenen, tragen Sie zur finanziellen Absicherung der Familie bei. Möchten Sie Ihre Geschäftspartner vor einer Schließung des Unternehmens bewahren, sollten Sie über eine Begünstigung der Firma nachdenken.

Step 1: die Risikolebensversicherung,
Step 2: die Berufsunfähigkeitsversicherung

Wenn einige Berufsjahre ins Land gegangen sind und man sich mit seinen Produkten oder Dienstleistungen in seinem Markt etabliert hat, ist es an der Zeit, sich in puncto Berufsunfähigkeitsversicherung beraten zu lassen. Dieser zweite Schritt in Richtung Absicherung ist die ideale Ergänzung zur Risikolebensversicherung – besonders vor dem Hintergrund des Älterwerdens.
Beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung sollten Sie jedoch auf die Vertragsbedingungen achten:

  • Keine abstrakte Verweisung in eine andere Tätigkeit
    Auch als Selbstständiger oder Freiberufler könnte die Versicherung Sie in eine andere als Ihre bisherige Tätigkeit verweisen, die Sie trotz gesundheitlicher Beeinträchtigungen rein theoretisch noch ausüben können. Die Arbeitsmarktlage wird hierbei jedoch nicht berücksichtigt.
  • Verzicht auf Umorganisation des Unternehmens
    Enthalten die Versicherungsbestimmungen keinen ausdrücklichen Verzicht auf Umorganisationsmaßnahmen im Unternehmen, kann der Versicherer die Rentenzahlung mit dem Hinweis darauf verweigern, dass Sie eine andere, für einen Betriebsinhaber angemessene Aufgabe im Unternehmen wahrnehmen.

Die Rentenzahlung sollte bereits mit ärztlicher Prognose einer sechsmonatigen Berufsunfähigkeit und einer Berufsunfähigkeit von 50 Prozent einsetzen.

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