Chefsache: Gesund und aktiv im Arbeitsleben

Chefsache Gesund und aktiv im ArbeitslebenBereits bei den Römern galt das Sprichwort „mens sana in corpore sano“ – gesunder Geist in gesundem Körper. Dass körperliche Fitness und Gesundheit mit geistiger Leistungsfähigkeit und Arbeitskraft einhergeht, ist also nicht erst eine Erkenntnis unserer Tage. Doch im heutigen Berufsleben wird der persönlichen Gesundheit oft nicht genug Beachtung geschenkt. Gezielte Prävention würde manche Krankheit verhindern. Krankheitsbedingte Arbeitsausfälle verursachen jedes Jahr Milliarden-Kosten.

Betriebliches Gesundheitsmanagement

Die Gesundheit der Mitarbeiter ist daher für jedes Unternehmen ein wichtiges Anliegen. Das ergibt sich nicht nur aus der Fürsorgepflicht, sondern ist auch wirtschaftliches Kalkül. Geringere krankheitsbedingte Fehlzeiten bedeuten weniger Kosten und mehr Produktivität, damit auch zusätzlichen Erfolg. Spätestens damit wird betriebliches Gesundheitsmanagement zur Chefsache. Gesundheitsmanagement ist mehr als die Organisation und Durchführung von Betriebssport. Es umfasst die Gesamtheit aller Unternehmensaktivitäten, die sich mit der Förderung und Überwachung der Gesundheit der Mitarbeiter befassen. Dazu gehört auch eine Bestandaufnahme zu Krankenstand und Krankheitsursachen. Denn nur darauf aufbauend lassen sich sinnvoll Maßnahmen zur Gesundheitsförderung ableiten. In der Regel benötigt ein Unternehmen dabei externen Sachverstand – zum Beispiel von Physiotherapeuten, Sportmedizinern und Ernährungswissenschaftlern.

Dauerhafte Verankerung nötig

Entscheidend ist die Einbeziehung der Mitarbeiter. Ohne deren Akzeptanz und aktive Mitwirkung ist jedes Konzept zum Scheitern verurteilt. Häufig bedarf es dazu zunächst einmal der Bewusstseinsbildung im Rahmen der unternehmensinternen Kommunikation. Mitarbeiter sollten außerdem an der Entwicklung von Maßnahmen des Gesundheitsmanagements beteiligt werden – auch das erhöht die Akzeptanz. Ansätze gibt es viele: gesundes Essen in der Kantine, Pausenräume mit Bewegungs- und Entspannungsangeboten, Sportprogramme, Seminare und Informationen zu Gesundheitsthemen. Wie das betriebliche Gesundheitsmanagement und -Angebot konkret aussehen sollte, hängt von den Gegebenheiten im Einzelfall ab. Wichtig ist die Nachhaltigkeit. Die Maßnahmen müssen dauerhaft in der Unternehmensstruktur verankert werden, um wirksam zu werden. Und nicht zuletzt kommt es auf die aktive Unterstützung der Unternehmensleitung an.

Langer Atem gefragt

Betriebliches Gesundheitsmanagement zeigt in der Regel keine kurzfristigen Erfolge. Von der Implementierung über die Akzeptanz bis zur aktiven Nutzung ist ein Weg zurückzulegen. Daher bedarf es auch eines kontinuierlichen Gesundheits-Controllings und gegebenenfalls geeigneter Nachsteuerungs-Maßnahmen. Auf lange Sicht macht sich aber das Gesundheitsmanagement fast immer bezahlt, ähnlich der BU Versicherung – ein Angebot, über das sich jeder Arbeitnehmer informieren sollte.