Erschöpft, müde, ausgebrannt – was steckt dahinter?

Ausgebrannt, viele Menschen kennen das Gefühl. Sich ausgebrannt fühlen, erschöpft und müde sein, das kennt jeder einmal. Wenn dieses Gefühl allerdings zum Dauerzustand wird, kann die Ursache in Ihrem Stressempfinden liegen. Das „Burnout-Syndrom“ ist häufig die Folge.

Stress kann auf Dauer krank machen. In einem Kreislauf aus Überforderung und Erschöpfung kann die Psyche so leiden, dass es zu einem körperlichen wie emotionalen Zusammenbruch kommen kann. Es geht nichts mehr. Die Auslöser dafür sind vielfältig: Sie reichen von Problemen und Unzufriedenheit im Privatleben bis hin zum Mobbing im Job oder der mangelnden (Selbst-) Anerkennung für die geleistete Arbeit. Das Unvermögen, in der Freizeit abzuschalten, kommt belastend hinzu.

Burnout als Krankheitsbild

Zwar ist das Syndrom Burnout in den letzten Jahren mehr und mehr gesellschaftlich akzeptiert, als eigenständiges Krankheitsbild jedoch innerhalb der Internationalen Klassifikation der Erkrankungen (ICD) nicht anerkannt. Experten definieren Burnout als einen chronischen körperlichen und emotionalen Erschöpfungszustand. Antriebslosigkeit ist die Folge. Es kann eine Überschneidung mit der Krankheit Depression geben. Betroffene berichten von einem Gefühl der Leere, Sinn- und Mutlosigkeit. Die Folge ist meist, kaum oder nicht mehr arbeitsfähig zu sein. Auch kann für die Familie und das Privatleben kaum noch Energie aufgebracht werden.

Jeder kann daran erkranken

Menschen mit bestimmten Persönlichkeitsstrukturen und Eigenschaften können die Entstehung eines Burnout-Syndroms begünstigen. Der Begriff Burnout suggeriert bereits, dass man vor diesem Zustand für etwas gebrannt haben muss, sich also überaus engagiert für eine Sache eingesetzt hat. Zielstrebigkeit, der unbedingte Wille zum Erfolg sowie hohe oder überzogene Ansprüche an sich selbst können als Katalysatoren für das Syndrom wirken, müssen es aber nicht. Genauso können Menschen, die von Anfang an das Gefühl hatten, zum Beispiel an ihrem Arbeitsplatz nicht zu genügen, an einem Burnout-Syndrom erkranken.
Eine Untersuchung der Betriebskrankenkassen hat ergeben, dass die Zahl der Krankentage bei deutschen Arbeitnehmern von 2004 bis 2011 um das 18-fache gestiegen ist – auf 86,9 Tage jährlich je 1000 Arbeitnehmern (BKK-Versicherte).

Therapeutische Maßnahmen

Wenn ein körperlicher Zusammenbruch durch dauernde Belastung ausgelöst wird, ist in jedem Fall professionelle medizinische Hilfe dringend notwendig. Therapien setzen bei Burnout-Patienten individuell an. Medikamente können angebracht sein, sowie eine Auszeit vom Beruf. Grundsätzlich empfehlen Experten oft Veränderungen des Lebensalltags. Die Bewältigung von Stress kann mit besserem und bewussterem Zeitmanagement unterstützt werden. Dazu gehört vor allem, im Arbeitsalltag ausreichend Pausen einzuplanen.
Da ein Burnout auch zu einer Berufsunfähigkeit führen kann, ist eine Absicherung durch eine BU-Versicherung ratsam.

Bildherkunft: thinkstock, Wavebreak Media, Wavebreakmedia Ltd