Gesundheit: Den Arbeitsplatz ergonomisch einrichten

Ein ergonomisch eingerichteter Arbeitsplatz beugt Rückenbeschwerden vor. Nackenschmerzen, Kopfweh und Augenbeschwerden müssen nicht sein. Ein gut eingerichteter Arbeitsplatz kann vor den typischen Büro-Krankheiten schützen.

„Ergonomisch“ kommt aus dem Griechischen und verweist auf die Arbeit oder das Werk (ergon) und auf das Gesetz oder die Regel (nomos). Die regelmäßige und sinnvolle Gestaltung der Arbeit ist also der Gegenstand der wissenschaftlichen Ergonomie. Und ein zweiter Aspekt kommt hinzu: Ergonomisch ist ein Arbeitsplatz dann, wenn die Arbeit den Körper des Arbeitnehmers nicht belastet und gesundheitliche Beeinträchtigungen vermieden werden.

Wie die Nacken- und Kopfschmerzen und die Kreuzschmerzen ist das Nacken-Schulter-Arm-Syndrom eine häufige Folge der Büroarbeit. Diese Bürokrankheiten entstehen meistens durch Fehlhaltungen im Sitzen. Die wichtigste Rolle spielt dabei die Wirbelsäule. In stehender Haltung kann sie ihr bekanntes doppeltes „S“ bilden. Sobald der Arbeitnehmer aber sitzt, kippt das Becken nach hinten, der Rücken krümmt sich, die Schulterblätter werden auseinandergedrückt. Das führt zu Bandscheibenproblemen und zu den genannten Verspannungen im Schulterbereich. Rückenbeschwerden sind der zweihäufigste Grund für eine Berufsunfähigkeit in Deutschland. Die ist nicht durch die gesetzlichen Versicherungen abgesichert, sondern nur über eine zusätzliche Berufsunfähigkeitsversicherung.

Ergonomie am Arbeitsplatz

Der ergonomisch eingerichtete Arbeitsplatz kann die größten Risiken für Rückenerkrankungen vermeiden helfen:

  • der Bürostuhl stützt den Körper an den richtigen Stellen und erlaubt verschiedene Sitzhaltungen
  • Arbeitstisch und -stuhl sind an die Körperproportionen angepasst
  • Tastatur und Bildschirm sind so angeordnet, dass keine Fehlhaltung entsteht

Für die Gestaltung im Detail gibt es zahlreiche Vorschriften aus dem Arbeitsschutz. Infolgedessen sind die Schreibtischgröße und die Höhe des Bürostuhls festgelegt. Es wird ein bestimmter Abstand der Augen zum Bildschirm empfohlen und die Schreibtische sollten so aufgestellt sein, dass sich das Licht vom Fenster nicht auf dem Monitor spiegelt.

Bei sehr einseitigen und sich ständig wiederholenden Arbeitsbewegungen kann allerdings das beste Büromöbel nicht vor Verspannungen und Gesundheitsfolgen schützen – hier sollte wenn möglich das gesamte Arbeitspaket überprüft werden. Und der wichtigste Tipp für den Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin: Machen Sie zwischendurch Pausen, wechseln Sie die Sitzhaltung und strecken und recken Sie die Wirbelsäule!

Bildherkunft: Thinkstock, Dorling Kindersley