Hormongewitter im Körper, verursacht durch Stress

Hormongewitter im Koerper verursacht durch StressStress – jeder kennt solche Phasen in seinem Berufs- oder Privatleben. Er bewirkt bestimmte Reaktionen im Körper, die durch bestimmte Hormone ausgelöst werden. Drüsen, die sich im Gehirn und der Nebennierenrinde befinden, schütten die Hormone in Stresssituationen aus und überfluten den Körper regelrecht damit.

Körper in Alarmbereitschaft

Ob es der Termindruck im Büro ist, Erledigungen für die Familie oder anstehende Prüfungen – in solchen Phasen läuft der Körper auf Hochtouren, man empfindet Stress. Ursprünglich sollten die Stresshormone den Körper auf die richtige Reaktion auf eine Bedrohung einstellen. Da diese direkte körperliche Bedrohung in der modernen Welt abgenommen hat, können mittlerweile auch andere Belastungen diese Reaktionen auslösen. So wird Alltags- oder Arbeitsstress vom Gehirn als eine Art Gefahr angesehen. Alles ist in Alarmbereitschaft. Sogar das Empfinden für Schmerz sinkt, ebenso wird die Verdauung gehemmt und der Sexualtrieb gedämpft. Wesentliche Stresshormone sind:

  • Kortisol,
  • Adrenalin und
  • Noradrenalin.

Sie werden, reguliert durch das Gehirn, vom Nervensystem ausgeschüttet.

Die Stresshormone richten den Körper auf Weglaufen oder einen Angriff ein. Kreislauf und Stoffwechsel werden beschleunigt, was sich in einem schnelleren Herzschlag und einem höherem Blutdruck bemerkbar macht. Vor allem das Hormon Kortisol unterdrückt Teile des Immunsystems, damit der Körper möglichst schnell reagieren kann. Alle Zellen sollen eilig mit Energie versorgt werden, dafür steigt der Blutzuckerspiegel an. Fokussiert wird das Wesentliche: Was löst die Alarmbereitschaft aus, wie muss reagiert werden?

Stresshormone sind auf Dauer schädlich für die Gesundheit

Das Stressverhalten des Körpers ist für eine schnelle Reaktion effektiv. Problematisch ist es, wenn sich der Hormonhaushalt bei Dauerstress auf ein höheres Level verschiebt. Die unspezifische körperliche Abwehr wird geschwächt. Zudem sinkt die Fähigkeit, Wichtiges vom Unwichtigen zu unterscheiden. Die allgemeine Konzentrationsfähigkeit flaut ab. Oft folgen Menschen bestimmten Verhaltensmustern, ohne diese zu hinterfragen und empfinden Ablenkungen als sehr störend. Einige Gefühle wie Empathie werden gebremst oder sogar ausgeschaltet.
Lang andauernder Stress am Arbeitsplatz kann sogar zu einer Berufsunfähigkeit führen. Ist ein Arbeitsnehmer deshalb nicht mehr in der Lage, seine bisherige Tätigkeit auszuüben, springt keine gesetzliche Versicherung ein. Abgesichert ist er nur durch eine zusätzliche Berufsunfähigkeitsversicherung.

Folgen von Stress für das soziale Umfeld

Durch einen Tunnelblick isolieren sich Menschen, die unter Stress stehen häufig von ihrer Umwelt. Wer gereizt ist, überträgt dieses Gefühl schnell auf seine Mitmenschen. Die Reaktionen, die von der Familie, Freunden oder Kollegen kommen, können wieder für zusätzlichen Stress sorgen.