Stress-Karussell – wie schafft man den Ausstieg?

Stress-Karussell – wie schafft man den AusstiegDas Wort Stress ist heute sehr negativ besetzt. Eigentlich beschreibt es einen biologischen Mechanismus, bei dem in Folge von Hormonausschüttung bestimmte Körperfunktionen gesteigert oder gedrosselt werden – als Reaktion auf eine Bedrohungssituation. Was zu Zeiten der Jäger und Sammler der Urzeit die Fähigkeit zur Flucht oder Verteidigung optimieren sollte kann heute eine Reaktion auf unterschiedliche Belastungen darstellen – und im Falle von regelmäßigem Auftreten zu gesundheitlichen Schäden führen.

Betroffene können nicht „nein“ sagen, sich nicht abgrenzen und sich selbst und die eigenen Leistungen nicht genügend würdigen. Die Gesellschaft nimmt mit Termindruck, zu wenig Anerkennung und Lob sowie ständiger Erreichbarkeit negativ Einfluss, was nur selten verändert werden kann. Die Belastung durch Stress wird zum Teufelskreis denn je häufiger ein Mensch Stress empfindet desto schneller lösen Belastungen Stressreaktionen aus. Bei regelmäßiger Stressbelastung, auch wenn manche sie als motivierend empfinden, droht über kurz oder lang ein Burnout. Am Ende kann gar eine Berufsunfähigkeit stehen – eine Gefahr gegen die Beschäftigte nur durch eine zusätzliche Berufsunfähigkeitsversicherung abgesichert sind.

Deshalb ist es wichtig, sich als Betroffener frühzeitig Hilfe zu holen. Die Belastung soll als Antrieb dienen, um Veränderungen herbeizuführen, die das Stress-Karussell durchbrechen. Dadurch soll es erst gar nicht zum endgültigen Burnout kommen. Schauen Sie immer wieder bewusst und unverstellt auf Ihr Leben. Nehmen Sie sich Zeit für die verschiedenen Dinge, allen voran für eine gesunde Lebensweise. Eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Schlaf sind dafür von zentraler Bedeutung.

Auf Entspannung achten

Geregelte Auszeiten sind ebenfalls notwendig. Dafür reicht es nicht, zehn Minuten einfach zu meditieren. Entspannungsübungen haben nur dann Auswirkungen auf Stress, wenn diese mit großer Selbstfürsorge und -achtung betrieben werden. Wer sich regelmäßig so meditativ entspannt, nur auf seinen Atem und Körper konzentriert ist, der distanziert sich von seinen Problemen und kann ihnen ausgeglichener gegenüberstehen. Für Skeptiker: Schalten Sie für einen Moment alle Kommunikationsmittel und Medien aus, machen Sie nichts – entspannen Sie sich einfach, am besten liegend. Vielleicht müssen Sie das etwas üben, aber mit der Zeit werden Sie merken, wie Ihnen die Entspannung hilft, zu sich selbst zu finden.

Sich selbst hinterfragen

Dem entspannten Zustand sollten die eigene Überprüfung der Gedanken und deren Reflexion folgen. Fragestellungen wie: Sind es meine eigenen Ansprüche oder die anderer, die ich versuche zu erfüllen? Sind meine Erwartungen, Ziele realistisch? Nur mit einer gründlichen Selbstreflektion kann man erkennen, welche Dinge geändert werden müssen, um Stressfaktoren abzubauen.