Stressmanagement: Nein-Sagen ist erlernbar

Nicht den Kopf in den Sand - Stressmanagement hilftStress ist ein allgegenwärtiges Thema in der heutigen Gesellschaft. Gründe dafür lassen sich viele finden: Wachsende Anforderungen im Beruf, höherer Leistungsdruck in Schule und Ausbildung, ständige Erreichbarkeit sowie hohe Ansprüche ans Privatleben. Es gibt also Handlungsbedarf, denn Stress schadet dauerhaft Körper und Geist und kann in extremen Fällen auch zum Burnout und zur Berufsunfähigkeit führen, gegen die man nur durch eine zusätzliche BU-Versicherung abgesichert ist.

Achtsamkeit sich selbst gegenüber

Zu einem erfolgreichen Stressmanagement gehört vor allem, auf sich und seinen Körper zu hören und sich zu hinterfragen. Das bedeutet, sich Zeit zu nehmen, um zwischendurch innezuhalten. Wer sich etwa dabei ertappt, ungewöhnlich reizbar auf Kollegen und andere Mitmenschen zu reagieren, sollte sich fragen, ob und warum er unter Stress steht. Ein schneller Puls und grundsätzliche Angespanntheit können direkte Signale sein. In diesem Fall: erst einmal tief durchatmen.
Ein einzelner stressiger Tag ist zu verkraften. Schädlich wird Stress vor allem, wenn er von einem Menschen als Dauerzustand wahrgenommen wird. Dann kann es zu chronischen oder immer wieder kehrenden Krankheitssymptomen kommen. Insbesondere solche, die auf ein schwaches Immunsystem hindeuten, sind erste Warnzeichen. Um die ungesunden Folgen von Stress zu vermeiden, ist es wichtig, neben den belastenden Aktivitäten ebenso dauerhaft entspannende Zeitfenster einzuplanen.

Die richtige Balance erlangen

Für die eigene Gesundheit ist eine realistische Planung im Privat- und Berufsleben wichtig. Für gestresste Personen ist es oft erforderlich, die eigenen Ansprüche herunter zu schrauben und auch zu sich selbst „Nein“ zu sagen. Nehmen Sie sich einen Moment, um die kommende Woche zu planen.
Fragen Sie sich:

  • Wie viel Zeit benötigen Sie für welche Aufgaben?
  • Welche Termine haben Priorität?
  • Können Sie Zusagen machen, ohne in Stress zu geraten?
  • Wann ist Zeit, um durchzuatmen?

So ein Wochenplan muss nicht minutiös getaktet sein, schließlich soll nicht schon die Planung selbst in Stress ausarten. Spontane und kurze Phasen der Entspannung sind wichtig, etwa ein Spaziergang im nahegelegenen Park. Achten Sie aber primär auf regelmäßige, fest eingeplante Zeiten für sich. Nehmen Sie sich Zeit für den Yoga-Kurs, den Sie schon immer besuchen wollten. Oder lernen Sie Malen, Reiten oder eine andere Aktivität, die Ihnen nur allein gehört und die Ihnen guttut. In dieser Auszeit sollten Sie im besten Fall für Nichts und Niemanden erreichbar sein – Sie haben eine Verabredung mit sich selbst. Genießen Sie es!

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