Wie das Diktat der Beschleunigung im Leben krank machen kann

Stress kann krank machen. In unserer immer schneller werdenden Welt keine Seltenheit mehr. Stress ist eine Reaktion des Körpers, um mit einer schwierigen Situation besser klarzukommen. Der biologische Mechanismus, der durch Hormonausschüttung angeregt wird, diente früher dazu, lebensbedrohende Situationen meistern zu können. Heute wird Stress auch durch andere Faktoren ausgelöst, nicht zuletzt durch die zunehmende Beschleunigung von Arbeitsabläufen.

Kommunikation auf dem Vormarsch

Die Kommunikationstechnologie hat in den vergangenen Jahrzehnten rasante Fortschritte gemacht, die auch das Arbeitsleben radikal verändert haben. Per Mobiltelefon und E-Mail sind Arbeitnehmer heute nahezu rund um die Uhr zu erreichen. 2011 gaben in einer Umfrage 88 Prozenten der Befragten an, so auch außerhalb der Arbeitszeit erreichbar zu sein. Das beschleunigt zwar einerseits die Abläufe, führt aber andererseits auch zu erhöhtem Druck für die Beschäftigten. Viele Menschen empfinden diese ständige Erreichbarkeit als Stress.

Abschalten ist die Ausnahme

Nun ist Stress grundsätzlich nichts Schlechtes. Problematisch wird es, wenn Stressreaktionen wie Steigerung des Blutdrucks und Erhöhung des Herzschlags zum Dauerzustand werden. Das kann gerade durch die ständige Erreichbarkeit ausgelöst werden. Früher konnte ein Beschäftigter, sobald er den Arbeitsplatz verließ, in der Regel abschalten. Auch wenn er sich durchaus noch gedanklich mit einem Arbeitsproblem zu Haus auseinandersetzte, die Lösung musste bis zum nächsten Tag warten.
Dazu kommt die Veränderung der Arbeitswelt: Handwerkliche Berufe, in denen man körperlich gefordert wird, gehen mehr und mehr zurück. Die technische Kommunikationsgesellschaft erwartet, verarbeitet und transportiert ununterbrochen Informationen.

Entschleunigung versuchen

Das Gefühl von dauerhaftem Stress kann schnell die Folge dieses beschleunigten Lebens sein. Die Folge nicht selten: Burnout! Wird der nicht effektiv behandelt, kann diese Überlastung auf Dauer bis zur Berufsunfähigkeit führen. Diese stellt häufig nicht nur eine gravierende körperliche und psychische Belastung dar, sondern wird darüber hinaus auch nicht durch die gesetzlichen Versicherungen abgedeckt. Dafür ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung erforderlich.

Um zu vermeiden, dass es soweit kommt, sind Inseln der Entschleunigung im Alltag wichtig. Das heißt im besten Fall: Zu bestimmten Zeiten das Handy ausschalten und den Computer herunterfahren!

Bildherkunft: alphaspirit – Fotolia.com