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11-Punkte-Plan: So kommt man zu “seiner” optimalen BU

Zuletzt aktualisiert am:Aktualisiert:Kategorie:BUV Ratgeber
11-Punkte-Plan: So kommt man zu “seiner” optimalen BU

Die Berufsunfähigkeitsver­sicher­ung (BU) zählt zu den wichtigen privaten Absicherungen. Die Gefahr, im Laufe des Berufslebens durch Freizeitunfälle, Verkehrsunfälle oder schwere Erkrankungen berufsunfähig zu werden, ist nicht zu unterschätzen. Die Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung im Falle der Berufsunfähigkeit gehen allerdings nur selten über das Hartz-IV-Niveau hinaus. So ist eine Berufsunfähigkeitsrente wichtig, um den gewohnten Lebensstandard aufrechterhalten zu können. Damit die Berufsunfähigkeits­versicherung optimal auf Ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmt ist, sollten Sie die nachfolgenden elf Kriterien beim Vertragsabschluss berücksichtigen.

  1. Je früher, desto günstiger Der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung bereits zu Beginn des Berufslebens ist vorteilhaft, da einige Versicherer für junge Menschen günstige Einstiegsbeiträge anbieten. Junge Menschen sind außerdem seltener von chronischen Erkrankungen betroffen. Deshalb bieten die Versicherer ihren potenziellen, jungen Kunden Gesundheitsprüfungen mit weniger Fragen an. Die Gefahr von Leistungsausschlüssen oder Beitragszuschlägen ist somit bei jungen Menschen gering.
  2. Die optimale Berufsunfähigkeitsrente Die wichtigste Leistung der Berufsunfähigkeitsversicherung ist die Berufsunfähigkeitsrente. Über die Höhe der Rente entscheiden Sie bei Vertragsabschluss. Ideal ist eine Berufsunfähigkeitsrente zwischen 70 und 100 Prozent Ihres aktuellen monatlichen Netto-Einkommens. Dabei sollten Sie jedoch auch die Inflation berücksichtigen.
  3. Inflationsschutz nicht vergessen Die Laufzeit einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist lang. Tritt in 20 Jahren eine Berufsunfähigkeit ein, könnte eine heute hoch erscheinende Rente nicht mehr ausreichen. Sie sollten daher für den Inflationsausgleich eine Leistungs- und Beitragsdynamik vereinbaren.
  4. Keine Abstrakte Verweisung Die Vertragsbedingungen sind wichtige Kriterien beim Abschluss der Berufsunfähigkeitsversicherung. Beachten Sie daher, dass Ihr Vertrag die Abstrakte Verweisung ausschließt, damit man Sie nicht in einen anderen Beruf verweisen kann.
  5. Möglichst geringer Grad der Berufsunfähigkeit Der Versicherer sollte die Berufsunfähigkeitsrente bereits ab einer Berufsunfähigkeit von 50 Prozent zahlen.
  6. Flexibilität Die Möglichkeit eines späteren Wechsels in eine selbstständige Tätigkeit oder einer Anpassung an geänderte Lebensverhältnisse sollte Ihnen ohne erneute Gesundheitsprüfung möglich sein.
  7. Nachversicherungsgarantie Die Nachversicherungsgarantie ermöglicht Ihnen die Erhöhung der Berufsunfähigkeitsrente zu einem späteren Zeitpunkt. Berufliche Erfolge und ein höheres Einkommen gehen mit höheren Ansprüchen einher. Diesen sollte auch Ihre BU-Rente gerecht werden.
  8. Dauer der Rentenzahlung – erhöhtes Renteneintrittsalter bedenken Der Versicherer zahlt im Idealfall die Berufsunfähigkeitsrente bis zum Renteneintritt.
  9. Kurzer Prognosezeitraum für frühzeitige Rentenansprüche Die Zahlung der Rente erfolgt im Idealfall bereits, wenn der Arzt eine voraussichtliche Berufsunfähigkeit für einen Zeitraum von sechs Monaten prognostiziert.
  10. Keine Koppelung mit anderen Versicherungen Verzichten Sie auf eine Koppelung Ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung mit einer Lebens- oder Rentenversicherung. Dadurch würden Sie Ihren vorteilhaften Risikoschutz bei Kündigung der Altersvorsorge verlieren.
  11. Versicherungsschutz nicht gefährden Wahrheitsgemäße Angaben im Versicherungsantrag sind eine grundlegende Voraussetzung, um Ihren Versicherungsschutz nicht zu gefährden. Achten Sie daher unbedingt darauf, dass Ihnen keine Fehler unterlaufen.